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unsere fahrt 2004:
Australien – von Perth nach Brisbane – 17. September 16. Oktober 2004 - Ein vierter Bericht - |
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Freitag, 17. September 2004
Unsere Reise beginnt um 11:20 Uhr mit der Fahrt zum Frankfurter Flughafen. Wir fliegen mit der arabischen Gesellschaft „Emirates“ erst nach Dubai, dann nach Perth. In Dubai lernen wir die dekadente Seite der arabisch-amerikanisch-europäischen Mischkultur kennen: Seinen Mercedes S600 kann man im „Duty Free Shop“ des Flughafens gleich mitnehmen, Rolex ist der Hauptsponsor des „Dubai International Airports“, und Estée Lauder verteilt gratis Parfumproben an die Reisenden. Wendet man seinen Kopf zur Seite, erblickt man hingegen die islamischen Gebetsräume, traditionell nach Geschlecht getrennt. |
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1001 Nacht - |
- les mains gelées - |
Sonntag, 19. September 2004
In einem Vorort von Perth holen wir unseren Wagen ab, einen Toyota Landcruiser mit zwei Betten, Gasherd in der Hecktür und zwei Tanks für 180 Liter Diesel. Endlich geht’s los. |
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Montag, 20. September 2004
Haben wir Lungenentzündung oder Arthritis? Auf jeden Fall ist uns kalt und krank zumute, und erst ein heißer Tee macht uns wieder lebendig. Dann geht’s weiter nach Osten. Immer wieder das Gefühl, mitten in Afrika zu sein: Die niedrige, gerade erst hinter dem Grasland hervor gekrochene Sonne, der Morgentau, der rote Boden, die in der Wärme des Vormittags verschwindende Kälte der Nacht. Man erwartet nur noch ein Flusspferd –. |
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Wir fahren lieber querfeldein. - |
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bizarre Lumineszenz - |
Dienstag, 21. September 2004 Nach einem Großeinkauf von Lebensmitteln und dem Besuch der weltgrößten Tagebau-Goldmine „Super Pit“ verlassen wir Kalgoorlie, einer Stadt so groß wie Oberursel, aber wirtschaftliches Zentrum des westaustralischen Binnenlandes. Wir übernachten irgendwo in der Prärie, über uns am Sternenhimmel das Flackern des Kreuz des Südens. Es gibt Bohneneintopf, dazu Bier. |
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Mittwoch, 22. September 2004 Aufstehen um 5:30 Uhr, kurz vor Sonnenaufgang. Teekochen und Frühstücken neben dem Auto. Dann Fahrt bis nach Laverton, wo uns sofort die überall herumlungernden Ureinwohner, die Aborigines, auffallen. Sie sind größtenteils betrunken oder pilgern zum Gemischtwarenladen, um sich dort eine neue Flasche Klebstoff zum Schnüffeln zu kaufen. Angesichts ihrer grenzenlosen physischen und psychischen Entwurzelung ist Drogenmissbrauch unter den Ureinwohnern heute eines der größten sozialen Probleme Australiens. |
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Unfallopfer - |
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Pistenkreuzung - |
Donnerstag, 23. September 2004
Wir befinden uns nun auf dem Anne Beadell Highway, einer sandig-staubigen Piste von der Gestalt eines Feldweges, die in den 60er Jahren zum Transport von militärischem Material und Atomraketen gebaut wurde. Schon Anfang der 70er wurde sie nicht mehr benötigt und dient heute nur noch als Offroad-Strecke für Fahrten ins Outback. Die Landschaft: ausschließlich rot und grün, nichts weiteres. Ein Farbenblinder hätte hier wenig zu lachen. |
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Freitag, 24. September 2004
Wir fahren nun nach Norden auf dem Connie Sue Highway, benannt nach der Tochter des Erbauers dieser Straße. In einer Kurve kommen wir ins Schleudern, kippen beinahe auf die Seite und fahren mit voller Fahrt gegen ein Bäumchen. Doch die Technik siegt, der Stamm bricht und unser Wagen übersteht den Aufprall fast unbeschädigt. Ja, Sand kann wie Eis sein, wenn er erst einmal ins Rutschen gerät. Darauf einen Schnaps, denken wir, fahren aber lieber weiter. Paris-Dakar – wir kommen! |
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Wir schließen auch unseren Tank ab. - |
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Uluru (muss ja, ne?) - |
Samstag, 25. September 2004
7:00 Uhr: Noch bevor wir unsere Befreiungsaktion starten können, stoppt eine vorbeifahrende Wagenkolonne, und wir erhalten Hilfe: Mit sechs Personen ist der Wagen schnell freigegraben, und wir können nach demütigem Bedanken bei unseren Helfern die Fahrt fortsetzen. |
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Sonntag, 26. September 2004
Heute möchten wir eine kleine Nebenstraße bis in den Finke George National Park nehmen, doch schon nach wenigen Kilometern ist der Schlamassel perfekt: Wir sitzen bis zum Unterboden in einem sandigen ausgetrockneten Flussbett, es geht weder vor noch zurück, und anderen Verkehr gibt es hier ganz sicher nicht. Es hilft alles nichts: Wir müssen den Wagen mit unseren Händen frei graben, dann mit dem Wagenheber die Hinterräder einzeln aufbocken, Sand aufschütten und schließlich den Wagen wieder auf den erhöhten Untergrund absenken. Das alles bei 35 °C und wolkenlosem Himmel und Hunderten von Fliegen, die ohne Unterbrechung um unser Köpfe schwirren und in unsere Nasen, Ohren, Münder und Augen kriechen. Es ist ekelhaft. Dazu Hornissen, der glühend heiße Sand, der Ölgeruch unter dem Wagen. Am frühen Nachmittag befürchten wir einen Hitzschlag und schlafen einige Stunden. Dann Weiterarbeiten bis 22 Uhr und schließlich der große Moment: Mit Vollgas soll es rückwärts wieder aus der Senke gehen, Anlauf, und ... |
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Da kommt Freude auf. - |
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tiefergelegt - |
Montag, 27. September 2004
Bereits um 7 Uhr sind es mehr als 30 °C. Der zweite Bergungsversuch misslingt, und wir entscheiden uns, Hilfe zu holen. In der sengenden Sonne laufen wir sich endlos ziehende Kilometer bis zur nächsten größeren Straße und warten, am Straßenrand unter unseren Decken sitzend. Die Rettung kommt in Form von zwei anderen Geländewagen und hilfsbereiten Australiern. Mit Ihnen fahren wir zu unserem Ground Zero und bergen mit vereinten Kräften unseren Wagen. Mehr als danken können wir nicht –. Schon oft haben wir jetzt die grenzenlose Hilfsbereitschaft der Australier erfahren, für Europäer vielleicht unheimlich, aber auf jeden Fall unangenehm, weil man außer einem aufrichtigen „Thank you!“ oder einem „We appreciate that!“ nichts zurückgeben kann. Mehr wollen die Australier ja auch nicht: Das gegenseitige Helfen ist hier eine entscheidende Komponente der Kultur und Lebensart. Auch in den Großstädten findet man bei Fragen und Problemen sofort hilfsbereite Menschen, als ob man mitten im Outback am verdursten wäre: Die Wildnis spielt für das Selbstverständnis der Australier eine entscheidende Rolle. |
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Dienstag, 28. September 2004 Wir sind in einer Autowerkstatt, um unser Fahrzeug wieder herzurichten: Neues Dachfenster, neuer Außenspiegel, diverse kleinere Ausbesserungen. Im Büro der Werkstatt lamentiert ein deutsches Ehrepaar wegen eines falsch ausgeführten Auftrages. Man sei im Recht, habe doch alles mit der „Gold Card“ bezahlt. Wieder fällt uns auf, wie verkrampft viele Deutsche doch sind. Einen Australier, der seine Lebensfreude von seinem Kreditkartenstatus abhängig macht, haben wir jedenfalls noch nicht kennen gelernt. |
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Steinbock-Monument - |
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Dreh bien. - |
Mittwoch, 29. September 2004 Wir sind wieder in der Ödnis. In der Raststation Tobermorey bemerken wir, dass einem unserer Hinterreifen die Luft ausgeht. Wir wechseln das Rad rasch, doch zwei Stunden später die grauenhafte Entdeckung: Ein zweiter Reifen ist ebenfalls platt, und jetzt haben wir kein Ersatzrad mehr. Ein Blick auf die Karte bestätigt unsere Befürchtungen: Wir befinden uns genau 200 km in jeder Richtung(!) von einer Siedlung entfernt, in einer baumlosen Ebene ohne Gesellschaft jedweder Art. Wir tragen es mit Gelassenheit und trinken Bier. |
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Donnerstag, 30. September 2004 Jetzt stehen wir also hier im Niemandsland mit zwei Plattfüßen und müssen einfach nur warten. Diesmal kommt die Rettung in Form eines Reisebusses, der einmal pro Woche von Cairns nach Darwin fährt. Der freundliche Fahrer nimmt unsere zwei Reifen mit zurück nach Tobermorey, wo sie geflickt werden sollen. Nach seinem Plan soll uns dann ein anderes Auto die Reifen zurückbringen, vielleicht schon im Laufe des Nachmittags, wenn in Tobermorey jemand die Reifen reparieren kann, wenn überhaupt ein anderes Auto vorbeikommt und wenn derjenige auch in Tobermorey hält. Viele „wenns“, aber wir nehmen das Angebot an, und weg sind unsere Reifen. Den Tag verbringen wir im Auto mit Lesen und Trinken. Es sind fast 40 °C. Die Reifen kommen heute nicht mehr zurück. |
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Dauerzustand - |
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Segen der Technik. - |
Freitag, 01. Oktober 2004 Im Westen nichts Neues, weder um 6 Uhr noch um 8 Uhr noch um 10 Uhr. Dann gegen Mittag, 36 Stunden nach unserer Panne, sehen wir eine Wagenkolonne am Horizont. Die Reifen sind dabei! Sie sind nur notdürftig geflickt, mehr als 60 km/h sollen wir nicht fahren, aber wir kommen damit weiter bis nach Boulia, wo wir zwei völlig neue Reifen erhalten. Zum Glück haben wir uns – typisch deutsch – gegen Reifenpannen versichert und erhalten eine Gutschrift über genau 500 australische Dollar (ca. 300 Euro). |
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Samstag, 02. Oktober 2004 Wir fahren nun auf dem „Birdsville Track“ südwärts, einer rauen Piste mitten durch die “Sturt Stony Desert“. Wir sind müde und müssen uns eingestehen, dass wir als gemäßigte Mitteleuropäer es einfach nicht gewohnt sind, größere Fußmärsche durch Steppenlandschaft zu unternehmen und stundenlang unter gleißender Sonne und einer Vielzahl von Insekten im Freien zu arbeiten. Am Nachmittag stecken wir wieder fest, diesmal im Wasser, genauer gesagt im Schlamm. Erst mittels eines anderen Fahrzeugs und einer ordentlichen Fango-Packung befreien wir unsere Kiste aus dem Dreck und leisten uns daraufhin ein Bett für die Nacht im Mungerannie-Roadhouse. Der Wirt ist freundlich, die Hamburger lecker, die Stimmung gut, hier mitten im Nichts. Gegen Mitternacht torkeln wir zu unseren Zimmern und philosophieren darüber, warum Australier auf ihren Hamburgern immer Rote Beete haben wollen. |
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Schönheit, die von unten kommt. - |
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Have a Fußbad. - |
Sonntag, 03. Oktober 2004 Auch heute sind wieder einige Durchquerungen von Flüssen notwendig, doch wir machen es diesmal geschickter und fahren zügig mitten durch, statt uns am Rand vorzutasten. Auf diese Weise kommen wir unbeschadet über den Tag. Ein Blick auf den Kalender zeigt uns, dass heute Tag der deutschen Einheit ist, aber das stört uns wenig, denn die Sonne scheint wie jeden Tag und auch die lästigen Fliegen schwirren immer noch um uns herum. |
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Montag, 04. Oktober 2004 Landschaftswechsel! Kurz vor Adelaide durchfahren wir die „Flinders Ranges“, eine wilde Version des Taunus mit herrlichen Schluchten und spannenden Bergstraßen. Abends in Adelaide dann ein mongolisches Steamboat-Buffet. Von der feisten Kellnerin erhalten wir allerlei Tipps für „evening entertainment“, die wir aber aus ethisch-moralischen Gründen ablehnen. |
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"Gott schütze uns vor Sturm und Wind und
Deutschen, die im Ausland sind." - |
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"des is ja wie im Sauerland" - |
Dienstag, 05. Oktober 2004 Östlich von Adelaide besichtigen wir Hahndorf, eine ehemals deutsche Siedlung, die heute zur touristischen Schaubude verkommen ist und wirklich nichts echt Deutsches mehr ihr Eigen nennen kann. Immerhin bringt es Devisen in die Stadt, vor allem Asiaten sind begeistert, aber wir zeigen uns wenig angetan. Abends gibt’s Zwiebelgemüse. |
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Mittwoch, 06. Oktober 2004 Wir fahren den ganzen Tag auf asphaltierten Straßen, und schon vermisst man die Outback-Piste. Wie schön war es, tagelang niemanden zu sehen, kein Auto, keine Menschen, kein menschliches Geräusch. Jetzt Stop-and-Go in irgendeiner Mittelstadt, Abgase in der Luft. Morgen wollen wir in Melbourne sein. |
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Wir sind ja Deutsche. - |
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Neulich, im Regenwald. - |
Donnerstag, 07. Oktober 2004 Es schüttet wie aus Kübeln! Über die „Great Ocean Road“, eine sich die Steilküste entlang schlängelnde und von unzähligen Wohnmobilen bevölkerte Straße gelangen wir nach Melbourne, wo wir zwei Tage bleiben wollen. Das Wetter ist hier noch chaotischer, und zwischen Regen, Wind und Sonne finden wir in der völlig überfüllten Innenstadt bei „Greyhound“ einen Busparkplatz für unseren Wagen. |
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Freitag, 08. Oktober 2004 Am Abend treffen wir im Casino von Melbourne Sarah und ihre Freundinnen. Die jungen Australierinnen, wohnhaft eigentlich im Vorort Dandenong, berichten über ihr Leben, wir über unseres, und so vergeht der Abend wir im Flug. Als um fünf Uhr morgens das Casino schließt (für eine Stunde), sind wir todmüde, aber sehr beschwingt. |
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"Mlbn" - |
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real German Gemutlichkeit - |
Samstag, 09. Oktober 2004 Frühstück bei Subway, lecker! Subway will in den nächsten acht Jahren allein in Hessen 150 neue Restaurants eröffnen, und wir müssen erneut anerkennen, das hier alles sehr gut und frisch schmeckt und das ehrgeizige Projekt wohl gelingen wird. Über die „Great Alpine Road“ geht es nordöstlich, wahre Schwarzwald-Atmosphäre! |
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Sonntag, 10. Oktober 2004 Um uns herum das Muhen der Kühe und das Blöken der Schafe. Die Sonne scheint. Den ganzen Tag fahren wir über haarsträubende Serpentinen weiter nördlich, Klettern einen Steilhang hinunter und begutachten die Waldbrandschäden. Abends sind wir in Canberra, Australiens ungewöhnlich biederer und sorgfältig geplanter Hauptstadt. |
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mangels Gegenverkehr überleben wir - |
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Staatssymbolik - |
Montag, 11. Oktober 2004 Besichtigung des Parlaments und des Kriegerdenkmals von Canberra. Diese Stadt ist so anders als das restliche Australien, sauber, ordentlich, nichts vom roten Staub des Outbacks und der Laissez-Faire-Mentalität der Küstenbewohner. Im Laufe des Tages wechseln wir die Umgebung und erreichen Sydney. Unser Hotel liegt in einer Seitenstraße von „Kings Cross“, jenem verrückten Viertel, das nach dem Niedergang von Künstlertum und Rotlichtgeschäft von den Rucksackreisenden aus aller Welt in Beschlag genommen wurde. Uns so sieht es hier auch aus – laut, bunt und verführerisch: Wechselstuben, Bars und Internetcafés in Hülle und Fülle, hier ist kaum einer über 30 und kaum einer in Eile. |
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Dienstag, 12. Oktober 2004 Sightseeing! Mit Bus und zu Fuß geht es quer durch Sydney, wir entdecken Opernhaus und Harbour Bridge, China Town und Marienkirche. Es ist heiß, 38 °C, aber die vielen einheimischen „Sydneysider“ scheint das nicht zu stören. Unser Frühstück nehmen wir in einem kleinen Straßencafé. Unter den vielen Gästen sind wir die einzigen ohne Anzug und Krawatte, alle anderen sind Geschäftsleute, die hier im Freien ihre vormittäglichen Konferenzen abhalten. Man sieht Notebooks an jedem zweiten Tisch, es werden eifrig Unterlagen gewälzt und Projekte geplant. An uns stört sich hier niemand. |
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...but the music...didn't play - |
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öde - |
Mittwoch, 13. Oktober 2004 Wir finden unser Auto nicht mehr! Vor zwei Tagen hatten wir es in einem Vorort abgestellt, und jetzt ist die Ratlosigkeit groß. Nur per Zufall gelangen wir mit einem unbekannten Bus in die Nähe des Parkplatzes, und gegen Mittag sind wir wieder auf der Straße unterwegs. Unser Ziel ist eigentlich Brisbane, aber da es noch über 600 km sind, suchen wir uns irgendwann am späten Nachmittag ein Plätzchen und bereiten das letzte Mal unser Abendessen in freier Wildbahn zu. Die Reise neigt sich dem Ende zu. |
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Donnerstag, 14. Oktober 2004 Bei Port Macquarie sehen wir einen umgestürzten Lkw, der in einen Vorgarten gekippt ist. Überhaupt scheint in Australien Verkehrssicherheit ein großes Problem zu sein, immer wieder sehen wir schwarze Kreuze am Straßenrand, oft sogar drei, vier oder fünf nebeneinander. Am Abend Ankunft in Brisbane, leuchtende Metropole der „Gold Coast“, Australiens Sonnenküste Nr 1. Es ist Freitagabend, und das Volk strömt durch die Straßen. Über der ganzen Stadt liegt ein Biergeruch, und der Vergnügungsdurst scheint sogar die patrouillierenden Polizisten erfasst zu haben. Spät am Abend Schlafen im „Palace Back Packers“ im Dachgeschoss zwischen den Klimaanlagen. Nachts der Gang über die Dächer zur Toilette, unter uns die Straßenschluchten von Brisbane, aus den Klimaanlagen staubt jetzt Schnee, fein wie Mehl. |
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Innenleben - |
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andere feierten so - |
Freitag, 15. Oktober 2004
Heute ist Abreisetag! Um 5:50 Uhr sind wir bereits wach, und nach der Rückgabe unseres schwer lädierten Autos verbringen wir unsere letzten Stunden auf australischer Erde im Stadtpark von Brisbane. Irgendwann am Nachmittag dann langsames Aufbrechen zum Flughafen, die Hektik ist jetzt wieder da, please keep in line! |
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Samstag, 16. Oktober 2004
Irgendwann werden wir aus unseren Gedanken gerissen, bitte Aussteigen, zwei Stunden Aufenthalt in Singapur. Dann wieder rein, in Dubai noch einmal raus und diesmal acht Stunden Pause. Wir schlafen am Flughafen und gönnen uns bei Mc Donald’s ein „Ramadan Value Meal“ mit einem „Mc Arabic“. |
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Wir sagen nur noch "Hello again!" - |
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